Architektur und Kunst
Im modernen Volkspark sollte ein architektonisches und künstlerisches Gesamtkonzept verwirklicht werden. Kunsthallen-Direktor Alfred Lichtwark und Justus Brinkmann, Direktor des Museums für Kunst und Gewerbe, forderten das Aufgreifen handwerklicher und künstlerischer Traditionen. In Anlehnung an die Arts-and-Crafts-Bewegung Englands sollten auch hier Bauwerk und Kunstschaffen vereint werden.
In Fritz Schumacher fanden sie den geeigneten Baudirektor, der lokale Stilrichtungen die Tradition des Klinkerbaus förderte. Er entwarf ein Gebäudeprogramm, das regionaltypische Bauten wie z. B. die Milchwirtschaft als Vierländer Bauernhaus (im Krieg zerstört) oder das Landhaus Walter als niederdeutschen Gutshof darstellte. Für die Ausgestaltung wurden namhafte, meist lokale Künstler engagiert. So entstanden Ziegelreliefs an den Gebäuden, Stuckaturen im Innenraum, Keramikarbeiten als Wandschmuck und Skulpturen aus Bronze, Muschelkalk oder Marmor.
(Entnommen aus der Broschüre "Der Hamburger Stadtpark", hrsg. v. d. Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, Stadtgrün und Erholung u. d. Bezirksamt Hamburg-Nord, Gartenbauabteilung, siehe unter "Impressum".)