Garten-Denkmalpflege:
Vom Umgang mit historischer Substanz
Angeregt durch den Stadtpark Verein wurden zur Ausschmückung des Parks Kunstwerke wie der Pinguinbrunnen von reichen Bürgern der Stadt gestiftet.
Der Hamburger Stadtpark ist ein bedeutendes Gartendenkmal. Heute noch weitgehend in der Schumacher-Linneschen Planung erhalten, ist er beispielhaft für die Reformbewegung in der Gartenkunst des frühen 20. Jahrhunderts.
Der Stadtpark setzte damals international beachtet neue Maßstäbe für zeitgenössische Gartenarchitektur und Stadtplanung. Er spielte eine wesentliche Rolle in der Entwicklung des öffentlichen Grüns. Der Wandel vom Volksgarten des 19. Jahrhunderts zum modernen Volkspark wurde in ihm endgültig und beispielhaft vollzogen: Landschaftliche Formensprache wurde um klare, architektonische Strukturen erweitert. Intime, abgegrenzte Gartenräume gaben nun einen wirkungsvollen Rahmen für Kunstwerke inmitten von Blumen und Staudenrabatten.
Um seiner herausragenden Bedeutung zu entsprechen, wurde 1995 ein Parkpflegewerk erarbeitet. Unter Berücksichtigung historischer Quellen, des Bestandes und heutiger Nutzungsansprüche wurden Leitlinien für die Erhaltung dieses bedeutenden Volksparks aufgestellt. Diese fließen in ein Gesamtkonzept für die Pflege und Entwicklung des Parks ein.
(Entnommen aus der Broschüre "Der Hamburger Stadtpark", hrsg. v. d. Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, Stadtgrün und Erholung u. d. Bezirksamt Hamburg-Nord, Gartenbauabteilung, siehe unter "Impressum".)