NEU AB JUNI: ERZÄHLCAFÉ IM FORSTHAUS
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Der Stadtpark weckt bei vielen Menschen Erinnerungen an längst vergangene Zeiten.
Auch Sie haben etwas erlebt und möchten uns darüber berichten?
Ab dem 11. Juni bieten wir Ihnen regelmäßig die Möglichkeit, in gemütlicher Atmosphäre über Ihre Erlebnisse im Stadtpark zu plaudern. Informieren Sie sich hier über unser neues Erzählcafé im Forsthaus.

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Die Geschichte des Stadtparks:

Von den ersten Ideen bis heute

Inselbrücke
Inselbrücke (Foto: S. Gabriel)

Die zunehmende Bedeutung als Handels- und Hafenstadt veränderte schnell das Gesicht Hamburgs um die Jahrhundertwende. Fabrikgelände, Werften und neue Wohnquartiere ließen die Stadt rasch wachsen. Dies veranlasste 1897 den damaligen Direktor der Hamburger Kunsthalle, Alfred Lichtwark, die Frage zu stellen, ob Hamburg "..., wenn nicht ein großer Stadtpark geschaffen wird, auf die Dauer bewohnbar bleibt."

Der neue Städtebau erforderte Parks und Grünflächen eines neuen Typs. Die Idee des "neuen Volksparks" verband ein architektonisches Raumkonzept mit einem sozialen Nutzungsprogramm. Allen Bevölkerungsschichten sollten Sportmöglichkeiten, Erholungsflächen und Kunst zugänglich sein.

Ein Gelände nördlich der geplanten Wohnquartiere in Winterhude wurde 1901 ausgewählt und das Sierichsche Gehölz sowie angrenzende Flächen gekauft. Eine Senatskommission sollte Gestaltungsideen für den neuen Volkspark entwickeln und schrieb 1905 einen öffentlichen Wettbewerb aus.

Nach intensiven Diskussionen wurden zwei konträre Entwürfe überarbeitet. Der Leiter des Ingenieurwesens, Ferdinand Sperber, und der neue Hamburger Baudirektor, Fritz Schumacher, entwickelten einen Plan, der 1910 zur Ausführung vorgesehen wurde.

Sommer am See
Am See (Foto: S. Gabriel)

Nach vier Jahren intensiver Bautätigkeit konnte 1914 der 149 Hektar große Park eröffnet werden. Wege und Straßen des Parks waren angelegt, die Gebäude begonnen sowie wichtige Bäume und Strauchgruppen gepflanzt. Im Rahmen von Notstandsarbeiten wurden 1918 die Arbeiten unter Hamburgs erstem Gartenbaudirektor Otto Linne fortgesetzt und schließlich auch die Sondergärten zwischen 1924 und 1928 fertiggestellt.

Seither hat der Stadtpark viele Veränderungen erlebt. Im Zweiten Weltkrieg wurden hier Flakstellungen errichtet, der Gehölzbestand zum Teil verheizt und Gemüse angebaut. Nach dem Krieg wurden einzelne Partien umgestaltet und übergangsweise Notunterkünfte errichtet. Die zeitweilig für Autorennen genutzten Parkstraßen und die Reitwege wurden 1951 zurückgebaut. In den 60er, 70er und 80er Jahren wurden vor allem Instandsetzungs- und Sanierungsarbeiten vorgenommen.

 

(Entnommen aus der Broschüre "Der Hamburger Stadtpark", hrsg. v. d. Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, Stadtgrün und Erholung u. d. Bezirksamt Hamburg-Nord, Gartenbauabteilung, siehe unter "Impressum".)