Am HaupteingangWie sollte eine Stadtpark-Führung eigentlich ablaufen? Damit die Mitglieder in unserer kleinen Rundgangstruppe eine Richtlinie haben, wie sie die allgemeine historische Führung gestalten können, hat unsere erfahrene „Rundgängerin“ Marianne Elfner (Foto links, ganz rechts) ein Konzept ausgearbeitet. Heute zeigt sie uns in einem Übungsrundgang, welche Stationen mit dabei sein sollten und was man den Teilnehmern darüber erzählen kann.

Das Wetter meint es gut mit uns, erst in den nächsten Tagen soll es regnen. Wir beginnen vor dem Café Sommerterrassen am Goldbekkanal. Ich bin erstaunt darüber, was ich alles nicht weiß. Viel habe ich zum Thema Stadtpark gelesen, doch es treten immer neue wissenswerte Fakten zutage, so dass ich fleißig mitschreibe. ZwischenIm Heckengartendrin schiebe ich mein Fahrrad von einer Station zur nächsten, über Hügel, Treppen und (schnee)matschige Rasenflächen.

Marianne hat große, laminierte Schwarzweiß-Fotos der alten Bauwerke und der architektonischen Gärten dabei. Für mich stellt sich die Frage, wie man das vielfältige Material bei der Führung am besten griffbereit halten kann. Nimmt man ein Klemmbrett, ein kleines Wägelchen oder befestigt man alles irgendwie am Rad, was für mich besonders naheliegend wäre, da ich Fahrrad-Rundfahrten anbieten möchte? Vielleicht sollte ich es mal mit einem Notenständer am Fahrradlenker versuchen…

Unter realistischen Bedingungen findet dieser Übungs-Rundgang nicht statt. Wir sind wenige Personen, dazu recht schnell und stellen nur mäßig viele Fragen. Realistischer wäre: Es sind schnelle und langsame Teilnehmer dabei, Rollstuhlfahrer, Senioren, Kinder, es wird viel gefragt, und nicht alles passt zum Thema... Dass wir heute dennoch eng in der Zeit sind, macht uns deutlich, dass wir zukünftig möglicherweise auf ein, zwei Stationen verzichten müssen.

Die Führung endet am Sierichschen Forsthaus. Ich verabschiede mich Zwischen Festwiese und Seebereits am Landhaus Walter, da ich an dem sich anschließenden Treffen der AG Forschung heute nicht teilnehme. Wir haben an diesem Nachmittag ein wirklich gutes Fundament für unsere Rundgänge erhalten. Am Ende werden wir aber alle auch unsere eigenen Schwerpunkte setzen, ob sie nun bestimmte Skulpturen, Anekdoten oder Persönlichkeiten betreffen. Wie viele Teilnehmer dabei sind und was sie erwarten, das ist jedes Mal anders. Ich freue mich auf die Saison!

Fotos und Redaktion: S. Gabriel