Neueinweihung des PlanschbeckensNeueinweihung des PlanschbeckensNeueinweihung des Planschbeckens

Das dürfte alle Kinder im Umkreis des Stadtparks riesig freuen: Der große Spielplatz mit dem Planschbecken ist wieder eröffnet! Am gestrigen Montag, den 30. Juni 2014 wurde der Bereich der Öffentlichkeit nach mehrmonatiger Bauzeit zur Nutzung freigegeben.

Vor Ort betonten Harald Rösler, Leiter des Bezirksamtes Hamburg-Nord, welches den Bereich aufwändig saniert hat, und Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt Jutta Blankau in ihren Ansprachen, welch Bedeutung dieser Ort über Generationen hinweg gehabt hat. Sie ließen es sich nicht nehmen, das Wasser des Planschbeckens selbst zu prüfen und hatten dabei sichtlich viel Spaß. Indessen nahmen zahlreiche Kinder aus den umliegenden Kitas und Schulen begeistert die neuen Spielgeräte in Besitz.

Es bleibt zu hoffen, dass dieser wunderbare Ort, den viele der anwesenden Erwachsenen bereits in ihrer Kindheit zu schätzen gelernt haben, von Vandalismus jeglicher Art verschont bleiben wird.

(Fotos: S. Gabriel)

 



 

 

 Senatsempfang im RathausGut besucht war er, der erste Volkspark-Kongress vom 19. - 21. Juni in Hamburg mit dem Titel „Volksparkidee und Stadtpark – Qualitäten und Perspektiven für eine zukunftsfähige Stadt“, und die meisten Teilnehmer blieben bis zum Schluss: Hochinteressante Beiträge von internationalen Referenten, ein Senatsempfang am Ende des ersten Tages, ein Besuch der Ausstellung „Park Pioniere“ im Hamburg Museum am zweiten Abend und Exkursionen am dritten Tag bildeten den Rahmen der ausgezeichnet organisierten und durchgeführten Veranstaltung. Die von Fritz Schumacher erbaute Handwerkskammer erwies sich als eindrucksvoller Tagungsort.

Die im Rahmen des Kongresses diskutierten Ideen und entstandenen Impulse dürften sicherlich weit in die Zukunft hineinwirken. Viele fruchtbare Kontakte sind entstanden. Es war spannend zu erfahren, wie sich Volksparks in anderen Bundesländern, Staaten oder gar Kontinenten entwickelt haben und mit welchen positiven Aspekten, aber auch Problemstellungen man es anderenorts zu tun hat. Ohne Zweifel braucht der Hamburger Stadtpark den Vergleich mit großen internationalen Parkanlagen nicht zu scheuen, doch herrschte der allgemeine Tenor vor, dass Hamburg mit seinen ganz eigenen Gegebenheiten die Konzepte anderer Parks nicht kritiklos kopieren sollte.

 Deutsche Bundesstiftung UmweltBehörde für Stadtentwicklung und Umwelt

Bezirksamt Hamburg-Nord100 Jahre Stadtgrün

(Bild: Senatsempfang im Rathaus, v.l.n.r.: J.Rosenfeldt, Senatorin J. Blankau, E. Willing, H. Gemar-Schneider, H. Grunert, H. Hermann, S. Gabriel, Foto: D.B. Magnussen)

 

Bezirksamtsleiter HH-Nord Harald Rösler"Der Stadtpark muss nicht neu erfunden werden. Er ist grandios und kann sich als Hundertjähriger gut sehen lassen. Er befriedigt viele Wünsche, die parallel in dem großen Park Platz haben.“

Diese Aussage fasst die vielen positiven Meinungsäußerungen zum Stadtpark zusammen. Anfang Januar 2014 hatte zu Beginn des Jubiläumsjahrs der Stadtpark Verein über seine Homepage, in den Medien und auf Facebook sowie in Schreiben an Einrichtungen und Vereine alle Interessierten aufgerufen, ihre Bewertung des Stadtparks heute und ihre Wünsche und Anregungen für seine künftige Entwicklung zu übermitteln. Die positiven und kritischen Äußerungen, vor allem aber die Anregungen zur Beseitigung von Missständen und Problemen und für die künftige Gestaltung des Parks wurden auf einem offenen Workshop am 24. Mai 2014 im Forsthaus vertieft und ergänzt.

Positiv hervorgehoben werden die zentrale Lage, die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt ebenso wie die Vielfalt der Menschen und Kulturen, die vielfältigen Aktivitäten, die im Stadtpark möglich sind, die Kultur- und Bildungsangebote in dieser grünen Oase.

Doch gibt es eine Reihe negativer Aspekte, die das Vergnügen im und am Stadtpark beeinträchtigen. „Man hat das Gefühl, dass viele Parkbesucher keine Rücksicht mehr auf ihre Umgebung nehmen!“ Dies äußert sich vor allem in dem Problem mit dem Müll, in mutwilligen Zerstörungen von Beeten, Bänken, Infotafeln und anderen Einrichtungen.

Nach Meinung der Teilnehmenden sollte der Stadtpark auch in Zukunft „einfach so bleiben, wie er ist, denn das macht seinen Charme aus!“ Und doch ist die Liste der Wünsche für die Zukunft des Stadtparks lang. So sollte die Anbindung der nördlichen Stadtteile mit öffentlichen Verkehrsmitteln verbessert werden, indem z.B. die Buslinie 179 in kürzeren Abständen und auch in den Abendstunden fährt, auch am Wochenende, und die Buslinie 6 vom Borgweg bis Alsterdorf verlängert wird. Mehr Toiletten, vor allem auch behindertengerechte, mehr Sitzmöglichkeiten (Bänke und die weißen ‚Strahlensessel‘), eine Verbesserung der Beleuchtung, mehr Informationen zu Natur und Kunst sowie allgemein zum Stadtpark würden die Aufenthaltsqualität im Stadtpark erhöhen. Entwickelt und gestärkt werden sollen aber auch die ökologischen Potenziale des Parks.

An der Spitze stehen mehr Sauberkeit und Pflege des Parks und mehr Rücksicht gegenüber Natur und Umwelt, Kunstwerken und Beschilderungen, aber auch gegenüber den anderen Besucherinnen und Besuchern des Stadtparks. Hierzu wie auch zu anderen Aspekten werden konkrete, teilweise sehr kreative Vorschläge zum Umgang mit bestehenden Missständen und Problemen und zur Steigerung der Attraktivität des Parks in den kommenden Jahren für die verschiedenen Besuchergruppen eingebracht. Nicht wenige erklären ihre Bereitschaft, in der einen oder anderen Weise auch praktisch mitwirken zu wollen.

Was passiert mit den Ergebnissen der Zukunftswerkstatt?

Kritische und positive Bewertungen, Wünsche und Anregungen werden detailliert ausgewertet und zusammen mit den Erkenntnissen aus den vielen anderen Projekten und Aktivitäten, die der Stadtpark Verein im Jubiläumsjahr durchgeführt oder initiiert hat, als Handlungsempfehlungen für Politik und Verwaltung aufbereitet. Gleichzeitig werden die Ergebnisse auch als Anregung für die künftige Arbeit des Stadtpark Vereins gesehen.

Deutsche Bundesstiftung Umwelt100 Jahre StadtgrünBezirksamt Hamburg-Nord

(Bild: Ansprache des Bezirksamtsleiters Hamburg-Nord Harald Rösler, Foto: Susanne Gabriel)

 



 



 

Buchvorstellung in der TrinkhalleAm Donnerstag den 12. Juni 2014 fand in der Trinkhalle im Stadtpark eine Vorstellung des von Heino Grunert herausgegebenen Buches „Betreten erwünscht – Hundert Jahre Hamburger Stadtpark“ statt.  Die Veranstaltung in dem alten Schumacher-Gebäude, in dem einst Heilwässer ausgeschenkt wurden, war sehr gut besucht.

Das Buch ist dem Geist des Stadtparks auf der Spur, es erläutert seine wechselvolle Geschichte und beantwortet die Frage nach dem Einfluss der damals handelnden Personen – Friedrich Sperber, Alfred Lichtwark, Fritz Schumacher, Otto Linne – und wie das ereignisreiche kulturelle Leben im Park aussah. Von besonderer Qualität ist die Bebilderung; so erlauben unveröffentlichte Schrägluftbilder und historische Ansichtskarten spektakuläre Einblicke und nostalgische Rückblicke. Die Publikation mit Beiträgen von Barbara Engelschall, Frank-Pieter Hesse, Ursula Kellner, Ivo Krings, Elke von Kuick und Thomas Vesting ist im Dölling und Galitz Verlag GmbH erschienen und ab sofort im Handel erhältlich.

(Foto: S. Gabriel)