Das Jahr ist fast vorbei, der Countdown zum Jubiläumsjahr läuft…
Zeit, noch einmal zurückzublicken auf das Jahr „davor“. Und da Bilder mehr aussagen als die schönsten Worte, möchte ich Ihnen hier noch einmal die besonderen Momente des Jahres 2013 zeigen.
Ich wünsche Ihnen frohen Festtage, Gesundheit und einen guten Start ins neue Jahr.
Genießen Sie die Vorfreude auf den Stadtpark-Geburtstag!

Susanne Gabriel/ Blog und Web-Redaktion

 

Fotocollage 2013

Fotos: S. Gabriel (außer Sonnengang-Uhr: M. Zarth)

 

Rundgang im ParkHeute empfange ich im Forsthaus eine Pastorin und zwei Pastoren aus dem direkten Umfeld des Stadtparks. Sie engagieren sich in einer Gruppe von Gemeindevertretern, die sich zusammengefunden haben, um sich gemeinsame Aktionen für das Stadtpark-Jubiläum zu überlegen. Heute geht es um ein besonderes Projekt: Das Pilgern im Stadtpark.

Über das Pilgern weiß ich nicht mehr, als es die meisten wissen: Man pilgert zu einer der heiligen Stätten, von denen die berühmteste wohl Santiago de Compostela in Spanien ist. Man geht auf einem Pilgerpfad, auf dem sich Hinweise finden, wie man seinen Weg fortsetzt, und viele Menschen, die das getan haben, fühlten sich danach wie neu geboren. Es gibt ein Ziel, aber eigentlich ist der Weg das Ziel. Das Gehen und die Gedanken und Gefühle, die einem dabei begegnen.

Knabe mit FischenDoch Pilgern im Stadtpark? Oder überhaupt in Hamburg? Ich erfahre, dass Hamburg im Mittelalter ein Knotenpunkt für Pilger war, dass ein Pilgerpfad direkt durch Hamburg verläuft und dass in unserer Stadt bereits Hamburger Konfirmanden von Kirche zu Kirche pilgern. Nun möchte man auch die Erwachsenen dafür begeistern.

An das Gespräch schließt sich ein Rundgang durch den Stadtpark an. Es geht darum, Orte zu erkunden, die eine besondere spirituelle Ausstrahlung haben. Ich finde es spannend zu erleben, aus welcher Perspektive sich Geistliche den Park anschauen. So erfahre ich, dass die Kugel, auf der die Skulptur „Knabe mit Fischen“ von Oscar Ulmer steht, Symbole der Weltreligionen enthält - aus der Sicht von 1925, denn in jenem Jahr ist die Skulptur entstanden. Auf großes Interesse stößt auch der Pfahl mit den Worten „Möge Friede auf Erden sein“, der sich in der Nähe des Planetariums befindet und an den Seiten verschiedene Übersetzungen aufweist.

Während des Rundgangs wird mir erst bewusst, wie viele „spirituelle Orte“ der Stadtpark beherbergt. Und dass sie genau der Grund sind, weshalb ich fotografiere. Ich denke, ich werde einfach mit pilgern, wenn es soweit ist.

Fotos und Redaktion: S. Gabriel

 

Impressionen aus dem Forsthaus

Impressionen aus dem ForsthausImpressionen aus dem Forsthaus

 

 

 

 

 


Da die Redakteurin stark in die Vorbereitungen für das Festjahr involviert ist, erfolgen die Blogeinträge nun doch ein wenig spärlicher. Es geht jetzt langsam los -  in etwas mehr als einem Monat beginnt das neue Jahr. Das Interesse der Medien hat erheblich zugenommen, zahlreiche Veranstaltungen stehen auf dem Programm.

Das Forsthaus hat bei der heutigen Auftaktveranstaltung des Vortragszyklus‘ „100 Jahre Stadtpark Hamburg“ seine Feuerprobe als Veranstaltungsstätte mit Bravour bestanden. An die siebzig Personen im Forsthaus, das gab es zuvor noch nie. Mit unserem Vereinssitz sind wir für 2014 gut gewappnet. Zusätzlich buchen immer mehr Institutionen und Unternehmen das Haus für Seminare, Workshops und ähnliche Veranstaltungen. Auch Ausstellungen werden bald möglich sein. Hierzu wird in Kürze ein Galeriesystem installiert.

Im Januar ist der Stadtpark Verein seit zehn Jahren im Besitz des Mietvertrages für das denkmalgeschützte Gebäude. Aus diesem Anlass wird dieser Tage ein Bildband produziert, der zur Ansicht im Forsthaus ausgelegt wird. Er soll den arbeitsreichen Weg vom verbarrikadierten, baufälligen Schandfleck bis hin zum attraktiven, voll ausgestatteten Informationszentrum für den Stadtpark dokumentieren. Schon beim Sichten des Materials wird deutlich, welch beispielloses Engagement der größtenteils ehrenamtlichen Helfer hinter dieser wundersamen Wandlung steckt.

Fotos und Redaktion: S. Gabriel

Vorbereitung des VortragszyklusZwar hat das Jubiläums-Jahr 2014 noch nicht begonnen, doch einige Aktionen, die im nächsten Jahr laufen sollen, sind bereits gestartet oder stehen nun an. So finden etwa Planungsworkshops zu den Mitmach-Aktionen „Garten der Sinne“ und „Ökologie im Park“ statt, und die Zukunftswerkstatt wird in Kürze zur Einreichung von Ideen hinsichtlich des Stadtparks der Zukunft einladen. Was ebenfalls schon dieser Tage startet, ist der Vortragszyklus „100 Jahre Stadtpark Hamburg“. Die Auftaktveranstaltung hierzu findet am 27. November im Forsthaus statt. Zu Gast ist Prof. Franklin Kopitzsch vom Historischen Seminar der Universität Hamburg.

Heute Nachmittag bin ich im mit einer der drei Organisatorinnen der Vortragsreihe, Margrit Contius, und Heidi Gemar-Schneider (Foto) im Forsthaus verabredet. Vieles gibt es im Vorfeld zu klären. Die Besucher-Anmeldungen sind so zahlreich, dass wir damit gar nicht gerechnet haben, was uns sehr freut. Wir überlegen, wie wir die Stühle am besten stellen, so, dass die Türen nicht versperrt sind. Wann sollte man am besten Häppchen und Getränke servieren? Auch das will geplant sein, damit während der Veranstaltung nicht zuviel Unruhe entsteht.

Auch stellen wir fest, dass wir neue Garderobenständer brauchen. Sollen wir Wein servieren? Manche Besucher kommen sicher mit dem Auto und dürfen keinen Alkohol trinken… Begrüßung, Gastgeschenk, Dekoration… Alles will bedacht sein. Bislang waren immer nur bis zu fünfundzwanzig Menschen gleichzeitig im Forsthaus. Diesmal werden es doppelt so viele sein. Das ist schon eine Herausforderung, und ein bisschen Aufregung ist natürlich auch dabei. Doch viel größer ist die Vorfreude!

Foto und Redaktion: S. Gabriel

Die Farben des HerbstesRhododendron im SpätherbstNovemberrose

 

 

 

 

 


Im großen und ganzen zeigt sich der Stadtpark dieser Tage spätherbstlich (oben links). Der Winter steht vor der Tür, und den ersten Frost haben wir bereits hinter uns. Doch wenn man von der Otto-Wels-Straße aus in die Festwiese einbiegt (zugegeben, an die neue Namensgebung der Straße muss man sich noch gewöhnen), macht man eine merkwürdige Entdeckung: Auf der rechten Seite blüht ein Rhododendron-Strauch (oben Mitte)! Dank der milden Temperaturen der letzten Tage und Wochen haben sich seine Blüten mitten im November geöffnet. Man muss wirklich zweimal hinschauen…

Auch andere Pflanzen trotzen dem ansonsten eher tristen November. Im Rondell am Südring blüht neben der Aster noch immer der Sonnenhut und der Ziertabak. Im sonnenbegünstigten Rosengarten stehen die letzten mehrfach blühenden Rosen teilweise noch in voller Blüte (oben rechts). Verteilt im Park finde ich auch Fuchsien (unten links), Herbstanemonen (unten Mitte), Kerzenknöterich und Storchschnabel. Letzterer blüht bereits seit Mai... Welch eine Ausdauer!

Bemerkenswert ist auch die Blüte des Duftschneeballs. Bislang habe ich diesen Strauch nie im November blühen sehen. Üblicherweise ist er im März dran, zusammen mit den Kornelkirschen. Nun finde ich nahe der Skulptur „Die Badende“ einen reich blühenden Exemplar (unten rechts). Ein Hauch von Frühling, mitten im Spätherbst! Die Meteorologen sagen indessen einen langen Winter voraus. Grund genug, noch einmal all jene Schätze zu genießen, die der Park zum Ende der Blütezeit offenbart.

FuchsienHerbstanemoneDuftschneeball


Fotos und Redaktion: S. Gabriel