Im Forsthaus stehen in diesen Tagen HanBauarbeiten am Forsthausdwerksarbeiten an. Die Keller-Rückwand des Hauses wird frei gegraben, weil dort Dämmplatten angebracht werden müssen. Die Feuchtigkeit im Haus macht diese Maßnahme dringend notwendig. Am kommenden Samstag sollen die Arbeiten beendet sein. Ich krieche unter der Absperrung hindurch und komme mir vor wie ein Kind, das ohne Erlaubnis seiner Eltern eine Baustelle betritt. An der Kellerwand klafft eine etwa fünfzig Zentimeter breite, zwei Meter tiefe Erdspalte. Bloß nicht hineinfallen…

Heute vormittag wird hier allerdings nicht Rote Christrose (Nieswurz)gearbeitet, weshalb ich oben im Büro mit der PowerPoint-Präsentation vorankommen kann, die dem Regionalausschuss Winterhude der Bezirksversammlung Hamburg-Nord am 29. April präsentiert werden soll. Dabei wird mir bewusst, dass ich mich längere Zeit nicht mit diesem Programm beschäftigt habe. Technisch klappt es gut, nur mit dem passenden Layout hapert es noch ein wenig...

Doch ich habe noch zwei Wochen Zeit, das sollte allemal reichen.

BorretschInzwischen ist es Frühling geworden. Genauer gesagt müsste man von Sommer sprechen, denn innerhalb von wenigen Tagen sind die Temperaturen um etwa zwanzig Grad gestiegen. Vor dem Forsthaus blühen dunkelrote Christrosen (oben rechts), und ein Büschel Borretsch (links) treibt aus dem Boden. Letzteren hatte ich im Oktober 2010 selbst eingepflanzt, etwa zehn Monate bevor das Forsthaus eingeweiht wurde...

Wie viel ist seitdem schon wieder passiert!

Kurz bevor ich das Forsthaus mittags verlasse, kommt ein gut gekleideter Herr und fragt, ob wir das Fundbüro für den Stadtpark seien. Er habe seine Brille ganz in der Nähe verloren. Das Forsthaus dient inzwischen bereits als Fanbriefkasten für Konzertbesucher, als Station bei Schnitzeljagden, als Beschwerdestelle für Baumschützer, als Umkleide für Filmproduktionen… Doch als Fundbüro?  Da muss ich dann doch passen - ich bitte den Herrn, es bei den Gastronomiebetrieben im Park zu versuchen und nehme seine Daten auf in der Hoffnung, dass jemand die Brille bei uns abgibt.

Fotos und Redaktion: S. Gabriel