Im Foyer des PlanetariumsFür diesen ungewöhnlich milden Herbstabend habe ich eine Einladung vom Planetarium erhalten. Vor zehn Jahren wurde das Sternentheater aufwändig saniert, und heute wird mit vielen geladenen Gästen das Jubiläum „10 Jahre neues Planetarium“ gefeiert.

Vor dem Einlass in die Kuppel gibt es Sekt und Salzgebäck (oben links). Schon bald ist das Foyer voller Menschen. Das Jubiläumsprogramm ist bunt und vielfältig. Nach diversen Ansprachen, unter anderem von Planetariumsdirektor Thomas W. Kraupe (rechts) und dem Vorstandsvorsitzenden des Fördervereins des Planetariums, Martin Possekel, gibt es einen Rückblick auf die zehn schönsten Vorstellungen. Als regelmäßige Planetariumsbesucherin weiß ich, wie schwer es ist, eine Wahl zu treffen. Ein Wiedersehen gibt es u. a. mit „Lichtmond“, „Der Kleine Tag“ und „Die Macht der Sterne“ - hieraus werden kurze Ausschnitte präsentiert.

Planetariumsdirektor Thomas W. KraupeViele Erfolge hat das Planetarium in den vergangenen zehn Jahren verbuchen können. Es gab eine Reihe von Auszeichnungen, u. a. für die Lasershows, die - zusammen mit den Nebelmaschinen - faszinierende Effekte erzeugen. Die Vorstellungen über wissenschaftliche Inhalte wurde durch Vorträge ergänzt, und auf Basis von Kooperationen, etwa mit namhaften Musikern, sind neue Formate wie „Die Sternenbucht“ oder „Klangwolke“ entstanden. Auch Lesungen, Theater und Hörspiel haben Einzug erhalten. Der Themenbereich „Kosmos“ beschränkt sich nicht mehr nur auf die Astronomie - auch Umwelt- und Geschichtsthemen kommen nicht zu kurz und werden nicht nur Erwachsenen, sondern auch Kindern altersgerecht vermittelt. Und technisch ist man ohnehin auf dem neuesten Stand: Jüngst wurde die Anzahl der Lautsprecher deutlich aufgestockt, so dass jeder Besucher von seinem Platz aus ein individuelles Klangerlebnis genießen kann.

Der Projektor des PlanetariumsNach der Pause geht es um die neue Produktion „Lucy und die letzten Tage der Dinosaurier“, die an diesem Abend Premiere hat. Sie wurde wie ein Spielfilm produziert und entführt die Zuschauer in die Welt des Trias, des Jura und der Kreidezeit. Die Akteure sind echt, die Kulissen hingegen Computeranimationen. Der holländische Regisseur Robin Sip ist anwesend und stellt der Vorführung des Films ein hochinteressantes „Making Of“ voran. Eine Tombola mit zahlreichen attraktiven Preisen schließt den gelungenen Abend ab. Es war schön, dabei zu sein!

Fotos und Redaktion: S. Gabriel