LiebesinselUferbereich bei den RosengärtenEhemaliges Licht- und Luftbad

 

 

 

 

 


“Das Ganze ist wie ein riesiges Naturtheater ausgebildet, dessen Bühne die Terrassen der Stadthalle und dessen Orchestra die Wasserfläche ist. Es ist darauf berechnet, Tausende von Menschen als Zuschauer zu gruppieren, wenn auf dieser Bühne die Vorführungen mannigfacher Art vor sich gehen, die mit den Festveranstaltungen der Stadthalle zusammenhängen. An den Ufern des rechtwinkligen Seearms reihen sich dann die Menschen in verschiedenen Höhenlagen auf und draußen am Rund lagern sie in dem aufsteigenden Rasen.”

Dies schrieb Fritz Schumacher im Jahre 1928 in seinem Buch „Ein Volkspark“. Schumacher, der den Stadtpark maßgeblich gestaltete, war nicht nur der Architektur und Städteplanung, sondern auch dem Bühnenbau zugetan. Seine Worte spiegeln diese Leidenschaft wider. Die Stadthalle gibt es nicht mehr - heutzutage strömen die Besucher zu den Konzerten in die Freilichtbühne, die bei Musikern und Fans gleichermaßen beliebt ist. Der See als Kulisse für kulturelle Veranstaltungen schwand jedoch mit der Zerstörung seiner umliegenden Bauten im Zweiten Weltkrieg. Nun soll der See wieder zur Bühne werden - im kommenden Festjahr ist es soweit.

Zusammen mit vielen Partnern plant der Stadtpark Verein derzeit Veranstaltungen, die neue, bühnentaugliche Orte am See mit einbeziehen. Im Fokus stehen beispielsweise die Liebesinsel (oben links) und das Ufer bei den Rosengärten, wo einst das Parkcafé stand (oben Mitte). Zwar nicht am Wasser, dafür romantisch eingebettet zwischen Hecken gelegen, befindet sich das ehemalige Licht- und Luftbad (oben rechts), das im nächste Jahr eine Gastronomie erhält und zu einer Stätte für Kleinkunst werden soll. Überhaupt soll das kulturelle Angebot im Stadtpark durch kleinere Events mit bislang weniger bekannten, heimischen Künstlern ergänzt werden. Wichtig ist dem Stadtpark Verein, dass 2014 nur den Auftakt bildet und dass sich viele reizvolle Veranstaltungen langfristig im Park etablieren können.

Fotos und Redaktion: S. Gabriel