Morgenstimmung im WaldEs ist tiefster Winter, mitten im März. Doch auch das kann seinen Reiz haben. So habe ich mich heute morgen um halb acht in den Stadtpark begeben, um im Sierichschen Forst zu joggen.

Ich hatte zuvor noch nie im Winter gejoggt, wusste auch gar nicht, was ich anziehen sollte, doch ich traf eine gute Wahl und fror nur zu Anfang. Als ich kurz vor dem Forsthaus rechts einbog, vorbei an der nasenlosen, jedoch mit einer Mütze bekleideten Trimm-Dich-Ikone "Oskar Maria Stadtpark", wurde mir schnell wärmer. Bald spürte ich die Kälte nicht mehr.

Die klare Luft war wohltuend, die Sonne ging hinter den Bäumen auf und offenbarte eine herrliche Winterlandschaft. Nur wenige Menschen begegneten mir auf meinem Weg. Es waren ausschließlich Hundebesitzer mit ihren herumtollenden Vierbeinern. Zusätzlich wurde ich die ganze Zeit von "frühen Vögeln" begleitet, darunter von Spechten, deren Trommeln eine wohltuende Klangkulisse abgab. Ich dachte, wie schön ist es, einen solchen Wald mitten in der Stadt zu haben. Ein paar Schritte, und man ist in einer anderen Welt. Hier ist der Mensch nur Gast.

Fitness-BereichNahe der Jahnkampfbahn stieß ich auf einen kleinen Fitness-Bereich, der mir nie zuvor aufgefallen war. Hier kann man balancieren, Klimmzüge machen und vieles mehr. Ich entschied mich, dieses Angebot zu nutzen, sobald der Schnee getaut ist und die Temperaturen ein wenig angenehmer geworden sind.

Es zeigt sich immer wieder, dass der Stadtpark zu jeder Jahreszeit etwas zu bieten hat. Und man findet immer wieder Ecken, die man zuvor noch nie wahrgenommen hat.

Fotos und Redaktion: S. Gabriel