Pünktlich um 16:00 Uhr öffne ich das Forsthaus für Besucher. Ich habe ich das Fahrrad genommen, musste aber das letzte Stück schieben, denn im Park selbst ist es immer noch gefährlich rutschig. Im Haus angekommen, koche ich erstmal Kaffee, stelle Kuchen auf den Tisch und lege unsere Flyer zur Mitnahme aus. Leider können wir noch keine festen Öffnungszeiten anbieten, da unsere Ehrenamtlichen nicht regelmäßig vor Ort sein können. Um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden, haben wir jedoch deutlich häufiger geöffnet als noch vor einigen Monaten.

Besuch von der Media SchoolEigentlich habe ich eine „Einzelschicht“, doch allein bin ich nicht. Unsere Vorsitzende Heidi Gemar-Schneider empfängt einen jungen Filmstudenten von der Media School, die - wie kürzlich berichtet - im Sierichschen Forst einen Film drehen möchte. Es geht um vertragliche Dinge und die Frage, welche Bereiche des Hauses auf welche Weise genutzt werden dürfen (Foto links). Für die Premiere des düsteren Schwarz-Weiß-Krimis „Ein dunkler Wald“, der am 17. April im direkten Umfeld des Forsthauses gedreht wird, werden wir Karten erhalten. Wir sind gespannt!

Kurz darauf steht der nächste Gast in der Tür. Eine Dame vom Industrieverband möchte das Forsthaus für ein Treffen mieten. Sie befindet sich in guter Gesellschaft - das Forsthaus entwickelt sich zunehmend zu einem attraktiven Standort für Besprechungen, Vorträge und Workshops. Doch nicht jede Veranstaltung lässt sich im Forsthaus realisieren. Einer Besucherin, die hier noch in diesem Jahr ihren 40. Geburtstag feiern möchte, erklären wir, dass uns das Risiko bei privaten Feiern zu groß ist, handelt es sich doch um ein denkmalgeschütztes Gebäude. Die Besucherin zeigt Verständnis und will sich anderweitig umschauen.

Flyer-NachschubEs ist heute eher ruhig im Forsthaus, bei dieser Eiseskälte schaut kaum jemand herein. Ich nutze die Zeit, um stapelweise frisch gedruckte Infoblätter zu unseren Rundgängen in die Vereinsflyer einzusortieren. Um 18:00 Uhr trifft sich die Arbeitsgruppe „100 Jahre Gelder von der Bundesstiftung Umwelt wurden endlich zugesagt. Welch großer Erfolg! Bedingung ist jedoch, dass wir einen Eigenanteil leisten, den wir, wenn alles klappt, größtenteils von der Stadt erhalten sollen. Zudem versuchen wir, weitere Gelder einzuwerben, unter anderem beim Regionalausschuss der Bezirksversammlung am 29. April.

Viel tut sich auch im Hinblick auf die Veranstaltungen, die - unabhängig von größeren Sponsorenbeträgen - im Jahr 2014 im Stadtpark stattfinden sollen. Angestrebt sind Kooperationen mit den Institutionen im und um den Park herum, die allen Seiten nützen, ohne einen großen finanziellen Aufwand mit sich zu bringen. Geplant ist die Einbeziehung etwa von Gastronomiebetrieben, Schulen und Sportvereinen. Vielversprechende Kontakte wurden bereits geknüpft, beispielsweise mit der Heinrich-Hertz-Schule und dem Goldbekhaus. Ein Wermutstropfen: Das Planetarium wird wegen Sanierungsarbeiten im Jubiläumsjahr voraussichtlich ca. 10 Monate lang eingerüstet sein.

Fotos und Redaktion: S. Gabriel