Roststellen auf der SchautafelVandalismus ist im Stadtpark ein alltägliches Bild. Man reibt sich mitunter schon verwundert die Augen, wenn man ein Gebäude, einen Müllcontainer oder ein Hinweisschild ohne die üblichen Beschädigungen sieht. Für den Stadtpark Verein, der sich um die Aufstellung historischer Schautafeln kümmert, bedeutet das immer wieder ein Zittern und Bangen um die teuren Schilder. Zu Recht: Eine der 2012 aufgestellten beiden Tafeln an der Festwiese weist bereits beträchtliche Roststellen auf (Foto links). Das Abstellen von Fahrrädern an diesem Schild kann hierfür allein wohl nicht verantwortlich sein. Wurde auch hier rohe Gewalt angewendet?

Beschmierte HinweistafelDer Hamburger Stadtpark ist ein Volkspark. Er ist für die Bürger da, und jeder Besucher darf ihn auf seine Weise genießen, sei es für Sport, Geselligkeit oder Entspannung. Doch Zerstörungen sind eine Straftat. Und geschehen sie im Schutz der Gruppe und im Dunkel der Anonymität, sind sie zudem feige. Es ist keine Mutprobe, Hinweisschilder (rechts oben) oder Gebäude wie das Minigolf-Häuschen (rechts unten) zu beschmieren. Es ist ein Zeichen von Gedanken- und Verantwortungslosigkeit.

Jede Beschädigung ist ärgerlich, und ihre Beseitigung kostet Zeit und Geld. Besonders verwerflich: Das Minigolf-HäuschenBeschmieren und Zerstören von Kunstobjekten. Ein Beispiel hierfür ist die Bronzeskulptur „Diana auf der Hirschkuh", 1910 von Georg Wrba geschaffen. Abgesehen von dem fehlenden Pfeil stören Graffitis den optischen Eindruck erheblich (Foto links unten). Graffiti mag Kunst sein, doch ist dies kein Freibrief, innerhalb von wenigen Minuten über Jahrzehnte gewachsene Werte gedankenlos zu beschmieren.

Skulptur Diana auf der HirschkuhDer Stadtpark Verein möchte die Stadtparkbesucher anlässlich des Jubiläumsjahrs 2014 nachhaltig für den historischen und sozialen Wert des Parks sensibilisieren. Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen liegen. Wer den Stadtpark von Kindesbeinen auf wirklich kennt und liebt, wird ihn später schützen anstatt ihn zu zerstören. Überzeugung gegen Gedankenlosigkeit, das mag ein wenig wie David gegen Goliath klingen.
Doch einen anderen Weg gibt es nicht.

Fotos und Redaktion: S. Gabriel