Bezirksamtsleiter Harald Rösler"Der Stadtpark muss nicht neu erfunden werden. Er ist grandios und kann sich als Hundertjähriger gut sehen lassen. Er befriedigt viele Wünsche, die parallel in dem großen Park Platz haben.“

Diese Aussage fasst die vielen positiven Meinungsäußerungen zum Stadtpark zusammen. Anfang Januar 2014 hatte zu Beginn des Jubiläumsjahrs der Stadtpark Verein über seine Homepage, in den Medien und auf Facebook sowie in Schreiben an Einrichtungen und Vereine alle Interessierten aufgerufen, ihre Bewertung des Stadtparks heute und ihre Wünsche und Anregungen für seine künftige Entwicklung zu übermitteln. Die positiven und kritischen Äußerungen, vor allem aber die Anregungen zur Beseitigung von Missständen und Problemen und für die künftige Gestaltung des Parks wurden auf einem offenen Workshop am 24. Mai 2014 im Forsthaus vertieft und ergänzt.

Positiv hervorgehoben werden die zentrale Lage, die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt ebenso wie die Vielfalt der Menschen und Kulturen, die vielfältigen Aktivitäten, die im Stadtpark möglich sind, die Kultur- und Bildungsangebote in dieser grünen Oase.

Doch gibt es eine Reihe negativer Aspekte, die das Vergnügen im und am Stadtpark beeinträchtigen. „Man hat das Gefühl, dass viele Parkbesucher keine Rücksicht mehr auf ihre Umgebung nehmen!“ Dies äußert sich vor allem in dem Problem mit dem Müll, in mutwilligen Zerstörungen von Beeten, Bänken, Infotafeln und anderen Einrichtungen.

Nach Meinung der Teilnehmenden sollte der Stadtpark auch in Zukunft „einfach so bleiben, wie er ist, denn das macht seinen Charme aus!“ Und doch ist die Liste der Wünsche für die Zukunft des Stadtparks lang. So sollte die Anbindung der nördlichen Stadtteile mit öffentlichen Verkehrsmitteln verbessert werden, indem z.B. die Buslinie 179 in kürzeren Abständen und auch in den Abendstunden fährt, auch am Wochenende, und die Buslinie 6 vom Borgweg bis Alsterdorf verlängert wird. Mehr Toiletten, vor allem auch behindertengerechte, mehr Sitzmöglichkeiten (Bänke und die weißen ‚Strahlensessel‘), eine Verbesserung der Beleuchtung, mehr Informationen zu Natur und Kunst sowie allgemein zum Stadtpark würden die Aufenthaltsqualität im Stadtpark erhöhen. Entwickelt und gestärkt werden sollen aber auch die ökologischen Potenziale des Parks.

An der Spitze stehen mehr Sauberkeit und Pflege des Parks und mehr Rücksicht gegenüber Natur und Umwelt, Kunstwerken und Beschilderungen, aber auch gegenüber den anderen Besucherinnen und Besuchern des Stadtparks. Hierzu wie auch zu anderen Aspekten werden konkrete, teilweise sehr kreative Vorschläge zum Umgang mit bestehenden Missständen und Problemen und zur Steigerung der Attraktivität des Parks in den kommenden Jahren für die verschiedenen Besuchergruppen eingebracht. Nicht wenige erklären ihre Bereitschaft, in der einen oder anderen Weise auch praktisch mitwirken zu wollen.

Was passiert mit den Ergebnissen der Zukunftswerkstatt?

Kritische und positive Bewertungen, Wünsche und Anregungen werden detailliert ausgewertet und zusammen mit den Erkenntnissen aus den vielen anderen Projekten und Aktivitäten, die der Stadtpark Verein im Jubiläumsjahr durchgeführt oder initiiert hat, als Handlungsempfehlungen für Politik und Verwaltung aufbereitet. Gleichzeitig werden die Ergebnisse auch als Anregung für die künftige Arbeit des Stadtpark Vereins gesehen.

Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Bezirksamt Hamburg-Nord100 Jahre Stadtgrün

(Bild: Ansprache des Bezirksamtsleiters Hamburg-Nord Harald Rösler, Foto: S. Gabriel)